Auf dem Bild ist die Galerie im Rathaus Aalen von außen zu sehen.

Galerie im Rathaus Aalen Ausblick

Sam Kohn

14. März 2026 bis 3. Mai 2026
Vernissage: Samstag, 14. März um 18.30 Uhr


Sam Kohn war ein Geschichtenerzähler. Auch ein genauer Beobachter. 
Kunstinteressiert seit Kindesjahren, arbeitete er als Werber, Grafiker und seit 2009 als freischaffender Künstler. Seine Themen und künstlerischen Materialien waren breit gefächert. Inspiriert von der Natur, von Reisen oder dem Alltag setzte er seine Bilder in Öl, als digitale Bearbeitungen, in Acryl oder als Comiczeichnungen um. 

Rudolf Haegele (1926-1998). Einfügung in die Zeit

Vernissage: Donnerstag, 21. Mai um 18.30 Uhr
22. Mai bis 5. Juli 2026

Zahlreiche Kunstspuren hat Rudolf Haegele hinterlassen. Für seine vielschichtige Malweise war er ebenso bekannt wie als Gestalter für Glasfenster kommunaler und sakraler Räume. Haegele bewegt sich stilistisch zwischen reiner Abstraktion und figurativen Anklängen. Beeinflusst vom französischen Existenzialismus, sucht Haegele mit malerischen Mitteln nach der Substanz des menschlichen Lebens und Denkens. Farben, oft vermischt mit Sand und anderen Materialien, trägt er schichtweise auf die Leinwand auf. Durch Auskratzen kristallisieren sich raue und aufgerissene Strukturen heraus, manchmal auch Schriftzeichen oder Wörter. Manchmal erinnern die Risse an Mauer- und auch Felswände, an Spuren von Leid und Gewalt. Kunst war für Rudolf Haegele sein Werkzeug „nein“ zur Weltlage und „ja“ zur Veränderung der Welt zu formulieren.


Kitsch oder Kunst?

Vernissage: Freitag, 24. Juli um 18.30 Uhr
24. Juli bis 6. Sept. 2026

Eine Annäherung an den guten Geschmack
"Kitsch ist das Echo der Kunst," laut Kurt Tucholsky. Zwischen Kunst oder Kitsch, zwischen hoher und profaner, niederer Kunst ist es oft nur ein schmaler Grat. Welche Bewertungsmuster liegen der Beurteilung von Kunst zugrunde? Was empfinden wir als „schöne Kunst“, als weniger gute Kunst? Zwischen Berglandschaft und röhrendem Hirsch bietet die Ausstellung Gelegenheit den eigenen Kunstgeschmack zu erforschen. 

Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt

25. Sept. bis 15. Nov. 2026
Anja Harms und Eberhard Müller-Fries
Buchskulpturen und Künstlerbücher

Buch wird Raum. Text wird Körper.
Seit 2011 verbindet Anja Harms und Eberhard Müller-Fries eine kontinuierliche künstlerische Zusammenarbeit, in der sich Buchkunst und Skulptur zu einer eigenständigen Formensprache verschränken. Ausgehend von literarischen Texten entstehen Werke, die das Buch nicht nur als Träger von Schrift, sondern als plastisches, räumliches und sinnlich erfahrbares Objekt begreifen.
Gedichte und poetische Fragmente werden nicht illustriert, sondern in eine neue Form überführt. Schrift wird geschnitten, geschichtet, verbrannt, gesetzt; Seiten öffnen sich in den Raum; Holz trägt, rahmt oder durchdringt das Buch. So entstehen Buchobjekte und Rauminstallationen, in denen Lesen und Sehen, Berühren und Bewegen ineinandergreifen. Die Werke bewegen sich an der Grenze zwischen Lesbarkeit und Skulptur. Sie fordern eine veränderte Wahrnehmung: Das Buch wird zum architektonischen Gebilde, der Text zur plastischen Struktur. Dabei bleibt die Sprache stets präsent – als Spur, als Fragment, als Rhythmus im Material.
Der Titel ist ein Zitat aus einem Gedicht von Rilke – anlässlich seines 100. Todestages werden einige Arbeiten zu Texten von Rilke in dieser Ausstellung präsentiert.

Kunstvoll im Advent

01. Dez. bis 10. Jan. 2027
Ausstellung zur Artothek