25. Sept. bis 15. Nov. 2026
Anja Harms und Eberhard Müller-Fries
Buchskulpturen und Künstlerbücher
Buch wird Raum. Text wird Körper.
Seit 2011 verbindet Anja Harms und Eberhard Müller-Fries eine kontinuierliche künstlerische Zusammenarbeit, in der sich Buchkunst und Skulptur zu einer eigenständigen Formensprache verschränken. Ausgehend von literarischen Texten entstehen Werke, die das Buch nicht nur als Träger von Schrift, sondern als plastisches, räumliches und sinnlich erfahrbares Objekt begreifen.
Gedichte und poetische Fragmente werden nicht illustriert, sondern in eine neue Form überführt. Schrift wird geschnitten, geschichtet, verbrannt, gesetzt; Seiten öffnen sich in den Raum; Holz trägt, rahmt oder durchdringt das Buch. So entstehen Buchobjekte und Rauminstallationen, in denen Lesen und Sehen, Berühren und Bewegen ineinandergreifen. Die Werke bewegen sich an der Grenze zwischen Lesbarkeit und Skulptur. Sie fordern eine veränderte Wahrnehmung: Das Buch wird zum architektonischen Gebilde, der Text zur plastischen Struktur. Dabei bleibt die Sprache stets präsent – als Spur, als Fragment, als Rhythmus im Material.
Der Titel ist ein Zitat aus einem Gedicht von Rilke – anlässlich seines 100. Todestages werden einige Arbeiten zu Texten von Rilke in dieser Ausstellung präsentiert.
01. Dez. bis 10. Jan. 2027
Ausstellung zur Artothek